„Die Daseinsvorsorge steht jetzt noch mehr im Vordergrund und das ist eine richtige Entwicklung“

Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der kommunalen München Klinik, berichtet über seine Erfahrungen in der COVID-19-Pandemie. Potenzial sieht er in einer stärkeren Kooperation mit den Münchener Universitätskliniken. Für kleine Landkliniken sieht er als Einzelkämpfer keine Perspektive, selbst dann nicht, wenn sich diese auf die ambulante Versorgung fokussieren.

„Lokaler Tradition verpflichtet“

Die „Power des Konzerns“ gilt es mit jahrhundertealter Tradition vor Ort zu verbinden, sagt Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der evangelischen Agaplesion gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Bei der Digitalisierung sind noch drei von vier Stufen zu erklimmen, erklärt er.

Dual verschmelzen

Ein duales Studium kombiniert Praxis und Theorie und ermöglicht eine berufsnahe Ausbildung. Erste Unternehmen und Auszubildende setzen dabei inzwischen aufs Fernstudium –und erhalten dadurch mehr Spielräume.

„Einzelhäuser laufen Gefahr, Entwicklungen nicht zeitnah mitzukriegen“

Gerät ein Krankenhaus in finanzielle Schieflage, wird oft zu lange gewartet, bis Führung und Träger das Steuer herumreißen. In Konzernen mit einem internen Consulting sei das anders, sagt Andreas Barthold, Hauptgeschäftsführer der Alexianer. Barthold sieht einen Konzern insbesondere als Plattform für Wissensaustausch. Sollte es den kommunalen Kliniken gelingen, Strukturen unabhängig von Einflüssen der Lokalpolitik zu schaffen, gebe es für die öffentlich-rechtlichen Träger ebenfalls eine gute Zukunft.

Radio Wartezimmer

Wie lassen sich volle Warteräume in Arztpraxen vermeiden, gerade in Corona-Zeiten? Patienten von Stefan Spieren warten einfach im Auto – und bekommen dann per Radio Bescheid.

„Mehr geschafft als geplant“

Beim Pumpenspezialisten Seepex hat die Coronapandemie gezeigt, wie gut digitale Führungskräftetrainings funktionieren können – und wie sehr das Lernen mit Virtual-Reality-Brillen in Zukunft helfen könnte.

Kommunikation als Schlüssel zu einer erfolgreichen Krankenhausfusion

Unfallkrankenhäuser fallen im deutschen Gesundheitswesen etwas aus dem Rahmen: Kostenträger und Eigentümer sind eins, beide Rollen fallen den Berufsgenossenschaften zu. Die haben sich vor knapp zehn Jahren aufgemacht, ihre Häuser in einer Holding zusammenzuführen. Wie ein solch komplexer Vorgang gelingen kann, erklärt Reinhard Nieper, Geschäftsführer der BG Kliniken gGmbH.

Die Rahmenbedingungen verändern

In der Coronapandemie ließen sich die Sektorengrenzen des deutschen Gesundheitswesens überwinden, die medizinische Leistungsfähigkeit konnte sich voll entfalten. Es wurde einmal mehr deutlich: Wir müssen eine sektoren- und weitgehend barrierefreie Gesundheitsversorgung regional aufbauen. Das weiter hinauszuzögern würde erhebliche Gefahren mit sich bringen.

„Kleine Häuser – Mehr als Zuarbeiter“

Prof. Dr. Erika Raab hat sich nach Schließungserfahrungen kleiner Häuser bewusst entschieden, ein Krankenhaus zu führen, das einen gescheiterten Fusionsprozess hinter sich hat. In Groß-Gerau hat sie nun ein Insolvenzverfahren hinter sich gelassen. Es hat geholfen, weil sie mit weniger politischem Einfluss ihr Kreiskrankenhaus umbauen konnte. Die Idee eines überregionalen Krankenhauskonzerns sollte verfolgt werden, findet sie.