Serie Benchmarks: Forbes Most Innovative Companies

Unternehmen, die sich im Ideenwettbewerb von der Konkurrenz abheben wollen, müssen laufend einzigartige Produkte auf den Markt bringen. Aber lässt sich objektiv messen, wie innovativ ein Unternehmen ist? Etliche Rankings versuchen sich daran – und müssen letztlich doch scheitern. Eine Metaanalyse mit besonderem Blick auf das Abschneiden der Gesundheitsbranche im Innovationswettkampf. 

Forbes Most Innovative Companies

Nicht nur Forscher und Innovationsmanager können bestimmen, welche Unternehmen eine Auszeichnung verdient haben, denkt sich das Finanzmagazin Forbes. Darum verlässt sich das US-Magazin auf die Expertise von Investoren. Forbes geht davon aus, dass Anleger besonders gut erkennen, welche Unternehmen heute und in Zukunft innovativ sein werden. Um dieses Gespür in Zahlen umzuwandeln, berechnet das Finanzmagazin eine sogenannte Innovationsprämie. Die Prämie ist definiert als Unterschied zwischen dem Börsenwert und dem Substanzwert eines Unternehmens. Je höher der Unterschied zwischen Börsenwert und Substanzwert ist, desto mehr Innovationskraft und damit verbundenes Wachstum schreiben die Anleger dem Unternehmen zu – so die Forbes-Denke.

Nach diesen Kriterien untersucht das Finanzmagazin die gemessen am Börsenwert 500 größten Unternehmen weltweit, die ihre Finanzen seit mindestens sechs Jahren offenlegen. Einige Branchen sind vom Ranking kategorisch ausgeschlossen. Dazu zählen zum einen Energieunternehmen und Minenaktien, da deren Kurse häufig durch Ressourcenpreise und weniger durch Innovationen bestimmt seien, erklärt Forbes. Auch Finanzunternehmen und Banken sind ausgenommen, da diese laut dem US-Magazin nicht messbar in die eigene Innovation investieren.

Unternehmen, die über 80 Prozent ihrer Umsätze in stark wachsenden Märkten wie China oder Indien generieren, bekommen einen kleinen Abzug in der Wertung. Denn Forbes nimmt an, dass die Innovationsprämien in diesen Fällen zu einem gewissen Teil nicht aus „wahrer“ Innovation stammen, sondern schlicht auf das hohe Wachstum in den Schwellenländern basiert. Das Magazin versichert, dass durch diese Anpassungen keine Unternehmen aus dem Ranking geflogen seien.

All diesen Kriterien haben immerhin vier Unternehmen aus der Gesundheitsbranche standhalten können. Zählt man IT-Unternehmen, die unter anderem Lösungen für Gesundheitssysteme bereitstellen, hinzu, geht mit dem Unternehmen ServiceNow sogar der erste Platz an die Gesundheitsindustrie. Außerdem haben es die Pharmaunternehmen Incyte (Platz 7), Regeneron (Platz 16) und Vertex (Platz 17) sowie das Biopharmazieunternehmen Celltrion unter die Top 50 des Forbes-Rankings geschafft.

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