Unsicherheit in der Reha

Für Rehakliniken scheint die aktuelle Corona-Krise besonders viele wirtschaftliche wie versorgungsrelevante offene Fragen mit sich zu bringen. Das zeigen die Aussagen von Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe, bei ZENO to go am Freitag: Reha-Patienten der Rentenversicherung blieben zum Teil aus, aber auch die Behandlungen im Anschluss an Krankenhausbehandlungen etwa in der Orthopädie werden weniger, weil die Akutkliniken elektive Leistungen verschieben.

Besonders drastisch sei die Lage in Niedersachsen, berichtet Dr. Becker. Dort seien mittlerweile Heilbehandlungsverfahren verboten, weshalb in der Rehaklinik Norddeich 200 von 238 Betten leer stünden. Entsprechend drohe dort auch Kurzarbeit für die Beschäftigten, inklusive des Pflegepersonals, sagte Becker bei ZENO to go am Freitagmittag. Kurz nach dem Interview kam allerdings die Nachricht, dass die Klinik in den Krankenhausplan aufgenommen und damit das Thema Kurzarbeit vom Tisch sei.

„Wir haben am Freitagnachmittag einen Bescheid bekommen, dass 75 Betten aus unserer Rehaklinik Norddeich ab sofort vorübergehend als Akutbetten im Krankenhausplan vorgesehen sind“, teilte Becker mit. Das zeige aber letztlich, dass das System gut, schnell und flexibel reagiere. „Für uns ist bedeutet das, dass wir wieder völlig neu denken müssen, aber das können wir!“

Dr. Becker hatte im Live-Webcast mit ZENO to go zuvor auf einige Unischerheiten hingewiesen, vor denen insbesondere Rehakliniken nun stünden, etwa die Frage:  Wie werden Rehakliniken auf Landkreisebene in die Versorgung eingebunden? Auch im Bereich Kurzzeitpflege sei „vieles ungeregelt“.

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