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Nur kaufen, was internationalen Standards entspricht!

Klare Botschaft auf dem ZENO-Web-Seminar „Daten-Sprache und IT-Kompetenzen – was Caregiver im Gesundheitswesen wissen müssen“ am 22. Juli: Wer IT-Systeme  im Gesundheitswesen anschafft, sollte nur kaufen, was auf internationalen Standards beruht. Das heiße, dass Arzneimittel nach dem Standard IDMP klassifiziert werden, Labor- und Vitaldaten nach LOINC, Maßeinheiten nach UCUM und Krankheiten nach Snomed und ICD.

„Snomed wird die große Terminologie werden neben ICD und OPS“, prognostizierte die Referentin des Online-Seminars, Prof. Dr. Sylvia Thun. Die Ärztin und Ingenieurin leitet die Einheit e-Health und Interoparability am Berlin Institute of Health, hat einen Lehrstuhl an der Hochschule Niederrhein und berät die Bundesregierung in Sachen Standardisierung, Künstlicher Intelligenz und Kommunikation von medizinischen Informationen.

Bereits gut funktioniere die digitale Kommunikation im Bereich der Radiologie, sagte Thun. Hier herrsche mittlerweile eine einheitliche Sprache nach internationalen Standards. „Das ist das Ziel für das gesamte Gesundheitswesen.“

Positiv äußerte sich die Referentin des ZENO-Web-Seminars über Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In dessen Gesetzestexten fänden sich mittlerweile gute Ansätze, um das deutsche Gesundheitswesen digital international anschlussfähig zu halten, etwa eine Kommunikation anhand des Standards HL7. Der Sinn dahinter: strukturierte Daten, die eine effiziente Kommunikation zulassen und mit denen am Ende auch geforscht werden könne. „Wir können die meisten Befunde strukturiert abbilden“, sagte Thun.


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