Löcher im Säckel der Kassen

Die Corona-Pandemie zeigt sich allmählich auch in den schwindenden Reserven der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es drohten signifikant steigende Beitragssätze, warnte der Vorsitzende der Krankenkasse IKK Südwest, Roland Engehausen, am Mittwoch beim täglichen Webcast ZENO to go. Die Alternative läge in einem deutlich höheren Steuerzuschuss an den Gesundheitsfonds, dem gemeinsamen Topf der GKV, sagte Engehausen. Der Bundeszuschuss ist seit dem Jahr 2017 auf 14,5 Milliarden Euro pro Jahr festgeschrieben.

Unter anderem die SPD-Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas hatte sich bereits am Mittwochvormittag dafür ausgesprochen, den Bundeszuschuss zu erhöhen. Am Montag, 11. Mai, findet ein Spitzengespräch von Vertretern der Gesetzlichen Krankenversicherung und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn statt. Außerdem berichtet das „Ärzteblatt“, dass das Bundesgesundheitsministerium einen Fachbeirat eingerichtet hat, der die finanziellen Folgen der Coronakrise auf die Krankenhäuser untersuchen solle. Ein Mitglied des Gremiums ist der Vorstand der AOK Rheinland / Hamburg, der am Montag, 4. Mai, Gast bei ZENO to go sein wird.

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