„Lieber Jens Spahn, extra Geld!“

1.000 Euro mehr pro Monat für alle Berufstätigen, die derzeit direkt mit Patienten zu tun haben. Das fordert der Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Dr. Markus Mai, im ersten Webcast „ZENO to go“, das am Mittwochmittag an den Start ging. Pflegefachpersonen und Ärzte stünden derzeit im Kampf gegen das Virus Covid-19 in der vordersten Reihe, sagte Mai, und verwies die hohe Ansteckungsgefahr. „Lieber Jens Spahn, hier müssen Sei uns nochmal extra Geld geben“, sagte Mai an die Adresse des Bundesgesundheitsministers.

Der Pflegekammerpräsident sagte ferner, dass in der sich anbahnenden Katastrophenlage Kompromisse bei den Qualitätsstandards gemacht werden müssten, etwa mit Blick auf das Personal in der Intensivpflege. Die höchst anspruchsvollen Tätigkeiten etwa in der Beatmung sollen kurzfristig auch Pflegefachpersonen ohne Weiterbildung in der Intensivpflege übernehmen, oder auch Medizinstudenten.

Kritisch äußerte sich Mai zum Vorgehen etwa in Niedersachsen, wo Altenheime keine Patienten mehr aufnehmen, die aus Krankenhäusern entlassen werden.

ZENO to go 01.04.2020