Heimig: „Ein massiv anderes System“

Die Systematik der Fallpauschalen für Krankenhäuser wird sich in diesem Jahr massiv verändern und deutlich über eine schlichte vom Gesetzgeber für 2020 vorgegebene Herausrechnung der Pflegekosten hinausgehen. Das machte Dr. Frank Heimig, Leiter des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK), bei der ZENO-Veranstaltung „DRGs und Pflegebudget 2020 – Entgeltverhandlungen erfolgreich vorbereiten und abschließen“ am Mittwoch in Berlin deutlich.

Da die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System zu einer neuen Ordnung der Rest-DRGs („aG-DRG“) führen werde, würden bisherige DRG teilweise andere Prozeduren und Fälle als bisher beinhalten, erklärte Heimig. Dies gelte beispielsweise für die Krankenhausentgelte, die bisher die besonderen Pflegeerfordernisse bei der Behandlung von Kindern berücksichtigten.

„Nach dem Pflexit ist das DRG-System ein massiv anderes System, man sieht es nur nicht“, sagte Heimig. Eine der häufigsten Fragen aus den Krankenhäusern an das InEK laute: Was ist ein Bett in einer Aufnahmestation, berichtete Heimig. Sei das bereits eine Liegepritsche? Oder sei ein Bettbezug nötig?

Heimig nannte ferner auch den Personalquotienten, den Krankenhäuser ab Ende April an das InEK melden müssen, als bedeutend für die Finanzen der Krankenhäuser. Er verwies auf drohende Santkionen von bis zu 500.000 Euro.

Das ZENO-Seminar unter Leitung von Dr. Holger Bunzemeier (Roeder&Partner) und mit Martin Heumann (Geschäftsführer Krankenhauszweckverband Rheinland) findet abermals am 14. Februar 2020 in München statt. Dr. Heimig wird darüber hinaus auf dem großen „Pflexit Summit 2020“ am 5. März in Berlin sprechen.


Pflexit Summit 2020

05.03.2020 in Berlin

  • Pflegecontrolling und Krankenhausfinanzierung
  • MDK-Reformgesetz
  • G-DRG-System 2020
Pflexit Summit 2020