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Corporate Learning: Zahlen und Statistiken

Die folgenden Statistiken stammen aus Umfragen unter HR-Verantwortlichen und anderen Führungskräften und wurden veröffentlicht in folgenden Publikationen:

  • eLearning BENCHMARKING Studie (2020), Teilstudie: Digitale Weiterbildung in der DACHRegion
  • KOFA (2020): Weiterbildung während der Corona Pandemie
  • eLearning BENCHMARKING Studie (2019), Corporate Learning, Teilstudie: Sichere Bildung
  • KOFA (2019): Digitale Bildung in Unternehmen- Wie KMU E-Learning nutzen und welche Unterstützung sie brauchen
  • Bitkom (2018): Weiterbildung für die digitale Arbeitswelt
  • eLearning BENCHMARKING Studie (2018), Teilstudie: Mobile Learning im praktischen Einsatz
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (2018): Digitalisierung in der Weiterbildung

Inhalt

  1. Allgemein
  2. Betrieb
  3. Datenschutz
  4. Ausblick

Allgemein



93,3 % der an der Studie teilnehmenden Personen messen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung im Unternehmen einen hohen Stellenwert bei.

48,2 % der Studienteilnehmer geben an, dass ein begrenztes Budget das größte Hindernis für die betriebliche Weiterbildung darstellt.

10,7 % der Unternehmen nutzen seit Beginn der Coronakrise intensiver digitale Lernformen, obwohl ihre Weiterbildungsaktivitäten insgesamt zurückgegangen sind.

77 % der Unternehmen, die E-Learning nutzen oder ihren Einsatz planen, vertreten die Ansicht, dass die zeitliche Flexibilität beim Lernen der größte Vorteil von digitalen Lernangeboten ist.

29,3 % der befragten Unternehmen nutzen bereits Mobile Learning.

Über 50 % Über die Hälfte der befragten Personen geben an, dass der Datenschutz von entscheidender Bedeutung für die Nutzung digitaler Weiterbildungsangebote ist.


Betrieb

DIE BETRIEBLICHE BILDUNG GEWINNT AN RELEVANZ

Die Veränderung der Arbeitswelt ist infolge der Digitalisierung sehr dynamisch. Dieser Arbeitsmarktwandel stellt neue Anforderungen an die Belegschaft. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen und Mitarbeiter sich daran anpassen, ihre Kenntnisse erweitern und neue erwerben. In einer sich ständig ändernden Arbeitswelt ist die betriebliche Bildung von großer Relevanz. Dies bestätigen auch die Ergebnisse der Benchmarking Studie „Digitale Weiterbildung in der DACH-Region“:

93,3 % der an der Studie teilnehmenden Personen messen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung im Unternehmen einen hohen Stellenwert bei. (Quelle: Benchmarking Studie 2020)

46,7 % der Befragten erachten die betriebliche Aus- und Weiterbildung in ihrem Unternehmen als sehr wichtig.

46,6 Prozent der Studienteilnehmer bewerten sie als wichtig.
(Zusammen ergibt sich ein Wert von 93,3 Prozent)

BEGRENZTE FINANZIELLE UND PERSONELLE RESSOURCEN ALS LIMITIERENDE FAKTOREN FÜR DIE BETRIEBLICHE BILDUNG

Der betrieblichen Weiterbildung stehen zahlreiche Hürden gegenüber. Die größte Herausforderung stellen die fehlenden Ressourcen dar. Sowohl die knappen finanziellen als auch personellen und zeitlichen Ressourcen wirken sich negativ auf die Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen aus.

Laut den Ergebnissen der Benchmarking Studie ist der Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen im Unternehmen die größte Hürde für eine Weiterbildungsteilnahme.

59,5 % Prozent der befragten Unternehmen geben an,  dass Ihnen im Unternehmensalltag die Zeit dafür fehlt. (Quelle: Benchmarking Studie 2020)

Der am zweithäufigsten angegebene Grund ist mit 48,2 Prozent das begrenzte Budget, das die Unternehmen für Weiterbildungsaktivitäten zur Verfügung haben. Ein weiteres Argument, warum Unternehmen auf betriebliche Bildung verzichten, sind laut einem Drittel der Befragten die fehlenden personellen Ressourcen.

48,2 % der Studienteilnehmer erklärt ein begrenztes Budget zum größten Hindernis für die betriebliche Weiterbildung. (Quelle: Benchmarking Studie 2020)

1.000 Euro = Durchschnittliches Weiterbildungsbudget pro Mitarbeiter im Jahr (Quelle: Benchmarking Studie 2020)

20,6 Prozent der Befragten gaben an, dass das jährliche Budget für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter in ihrem Unternehmen zwischen 250 und 500 Euro liegt.

20,4 Prozent der Studienteilnehmer dagegen haben zwischen 750 und 1.000 Euro für Weiterbildungsaktivitäten der Mitarbeiter zur Verfügung.

Lediglich 1,9 Prozent der befragten Unternehmen investieren laut den Studienergebnissen mehr als 5.000 Euro in die individuelle Weiterbildung pro Jahr.

Branchenvergleich: 39,1 Prozent der Unternehmen aus der Ressourcen- Branche, die an der Studie teilnahmen, geben an, über 1.000 Euro für Weiterbildungsaktivitäten ihrer Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Das Schlusslicht bilden die Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens. Nur zehn Prozent der Unternehmen aus diesen Branchen haben ein Weiterbildungsbudget, welches 1.000 Euro pro Angestellter jährlich übersteigt.

FEHLENDER ÜBERBLICK ÜBER DEN E-LEARNING-MARKT

Die Nachfrage nach digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten wächst kontinuierlich. Damit wächst auch die Anzahl der E-Learning-Angebote und -Anbieter. Der Anstieg der Nachfrage an digitalen Lernangeboten macht sich insbesondere seit Beginn der Coronakrise deutlich bemerkbar. Viele Unternehmen sind auf der Suche nach einer Alternative zu den herkömmlichen Präsenzveranstaltungen. Unter der Vielzahl der aktuellen E-Learning-Angebote das passende zu finden, ist für viele Unternehmen eine echte Herausforderung. Laut einer aktuellen KOFA-Studie zum Thema haben insbesondere KMUs einen größeren Unterstützungsbedarf beim Thema E-Learning, da diese häufig keinen eigenen Personalverantwortlichen haben, der sich darum kümmert. Was sind die Problemfelder in der E-Learning- Branche?

65,3 % Gut zwei Drittel der Unternehmen fehlt der Überblick über die eLearning- Markt.
(Quelle: KOFA: Digitale Bildung in Unternehmen- Wie KMU E-Learning nutzen und welche Unterstützung sie brauchen)

53,8 Prozent der Unternehmen finden keine passenden digitalen Lernmedien. (vgl. KOFA: Digitale Bildung in Unternehmen- Wie KMU E-Learning nutzen und welche Unterstützung sie brauchen.)

Zum Vergleich: 39,3 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie mehr digitale Lernformate während der Coronakrise nutzen würden, wenn sie besser über die vorhandenen E-Learning-Angebote und -Formate informiert wären. (vgl. KOFA 2020: Weiterbildung während Corona-Pandemie)


Datenschutz

Datenschutz und E-Learning

Das Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) hat im Jahr 2018 die Unternehmen auf die Relevanz des richtigen Umgangs mit sensiblen Daten aufmerksam gemacht und die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert. Das Bewusstsein für die Bedeutung von Datenschutz ist laut Studienergebnissen auch im Bereich E-Learning sehr hoch.

55 Prozent der Befragten vertreten die Ansicht, dass Inhalte, die einen ausreichenden Datenschutz aufweisen, die Nutzung digitaler Weiterbildungsangebote erleichtern würden.(vgl. Digitalisierung in der Weiterbildung 2018)

Datenschutz-Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Lerndaten

Bei E-Learning-Veranstaltungen werden personenbezogene und sensible Daten wie zum Beispiel Informationen zu Lernverhalten und -fortschritten erfasst. Diese Daten unterliegen dem Datenschutz, der Umgang damit ist also streng geregelt. Anonymisierung, Pseudonymisierung und Datenminimierung sind nur einige der Möglichkeiten, diese sensiblen Daten zu schützen. Wie lassen sich die Datenschutzvorgaben im Unternehmen umsetzen?

Datensparsamkeit: 78 % der befragten Unternehmen geben an, dass Sie zum Schutz Ihrer Mitarbeiter nur die erforderlichen Lerndaten erheben. (eLearning Benchmarking Studie 2019)

Anonymisierung: Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass personenbezogene Lerndaten in jedem dritten Unternehmen anonymisiert werden (ebd.).

Die Auswirkungen der DSGVO auf den Einsatz von E-Learning im Unternehmen

Die EU-weite Datenschutz-Grundverordnung stellt hohe Anforderungen an die Datenspeicherung und -verarbeitung personenbezogener Daten im E-Learning-Bereich. Diese Reglementierung kann sich sowohl positiv als auch negativ auf die E-Learning-Aktivitäten des Unternehmens auswirken. Einerseits stellt der Datenschutz für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Die Umsetzung aller Datenschutzanforderungen kann zu Mehraufwand führen und den Einsatz bestimmter Innovationen wie Adaptives Lernen verhindern. Andererseits trägt der datenschutzkonforme Umgang mit Daten zur Akzeptanz von E-Learning bei den Lernenden bei. Ein Drittel der an der Studie teilnehmenden Unternehmen gibt an, dass der datenschutzkonforme Umgang mit Lerndaten die Mitarbeiterakzeptanz für E-Learning fördert.

Laut 48,3 % der Befragten wird der Einsatz bestimmter Innovationen wie adaptives Lernen durch die Datenschutzanforderungen erschwert oder sogar verhindert (8,4 %).

39,1 Prozent der Studienteilnehmer zufolge führt die Berücksichtigung der Datenschutzregeln zu Mehraufwand bei der Konzeption und Durchführung von E-Learning im Unternehmen.


Ausblick

Die Coronakrise verhilft dem digitalen Lernen zum Durchbruch

Ist die digitale Weiterbildung der Gewinner der Krise? Aktuelle Studien zeigen eine positive Entwicklung bei der Nutzung virtueller Weiterbildungsmöglichkeiten seit Beginn der Pandemie. Dabei nutzen große Unternehmen öfter digitale Formate für die betriebliche Weiterbildung, so das Ergebnis einer in Mai 2020 durchgeführten KOFA-Studie. Die Entwicklung und der Einsatz digitaler Weiterbildungsangebote seit Beginn der Coronakrise in Zahlen:

36 % der befragten Unternehmen geben an, dass die Nutzung digitaler Lernangebote seit Beginn der Coronakrise „stark“ oder „eher stark“ zugenommen hat.

Dabei ist in großen Unternehmen ein stärkerer Anstieg bei der Nutzung digitaler Lernformen zu verzeichnen als in kleinen Betrieben. (vgl. KOFA 2020)

10,7 Prozent der Unternehmen nutzen seit Beginn der Coronakrise intensiver digitale Lernformen, obwohl deren Weiterbildungsaktivitäten insgesamt zurückgegangen sind. (vgl. KOFA 2020)

Fast ein Drittel der Unternehmen hat während der Coronakrise laufende oder bereits geplante Präsenzveranstaltungen durch digitale Lernangebote ersetzt. (vgl. KOFA 2020)

Mit E-Learning Kosten und Ressourcen sparen

Der Bedarf an Weiterbildungen in Unternehmen ist groß, die vorhandenen Ressourcen sind knapp. Da die Präsenzveranstaltungen als Weiterbildungsmöglichkeit oft mit hohem Kosten- und Ressourcenaufwand (Reisekosten, Produktivitätsausfall etc.) verbunden sind, suchen die Verantwortlichen im Unternehmen nach anderen Lösungen.
Eine Alternative, um aufgrund fehlender Ressourcen nicht an Weiterbildungsaktivitäten im Unternehmen, sondern Kosten und Zeit zu sparen, scheint für viele Arbeitgeber das digitale Lernen zu sein.

77 % der Unternehmen, die E-Learning nutzen oder seinen Einsatz planen, vertreten die Ansicht, dass die zeitliche Flexibilität beim Lernen der größte Vorteil von digitalen Lernangeboten ist. (Bitkom 2018)

Für knapp ein Drittel (34 Prozent) ist die Kostenersparnis ein entscheidender Faktor für den Einsatz von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung (Bitkom 2018).


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Mobile Learning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Immer mehr Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum nutzen Mobile Learning in der betrieblichen Bildung. Mobile Learning ermöglicht dem Nutzer ein flexibles zeit- und ortsunabhängiges Lernen. Die Anwender können die Lerninhalte von überall aus und zu jeder Zeit abrufen. Das Potenzial der mobilen Endgeräte in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung nutzen laut den Ergebnissen einer Umfrage insbesondere große Unternehmen, die mehr als 25.000 Mitarbeiter haben. (eLearning Benchmarking 2018)

Obwohl die Entwicklung des mobilen Lernens in den letzten Jahren positiv ist, setzt bisher nur knapp ein Drittel der Unternehmen mobile Endgeräte in der betrieblichen Bildung ein. Die größten Hürden bei der Implementierung dieser Methode für Lernzwecke stellen laut einer Umfrage (eLearning Benchmarking 2018) die fehlende Infrastruktur und die nicht mit mobilen Endgeräten kompatiblen Lerninhalte dar.

29,3 % der befragten Unternehmen nutzen bereits Mobile Learning.(eLearning Benchmarking 2018)

30,1 Prozent der Studienteilnehmer planen zukünftig den Einsatz von Mobile Learning in der betrieblichen Bildung. (eLearning Benchmarking 2018)

46,9 Prozent der Unternehmen ab 25.000 Mitarbeiter setzen auf mobiles Lernen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. (eLearning Benchmarking 2018)

Ein wichtiges Argument für den Einsatz von Mobile Learning ist für 87,5 Prozent der Befragten die örtliche Flexibilität. Die zeitliche Flexibilität ist für 86,6 Prozent der Studienteilnehmer ein Grund für den Einsatz mobiler Endgeräte in der betrieblichen Bildung.

Mitarbeiter sind die eigentlichen Profiteure

Die vier wichtigsten Argumente für betriebliche Weiterbildung:

KOMPETENZENTWICKLUNG:
Mit 80,4 % schätzen vier von fünf befragten Unternehmen die Bedeutung von Weiterbildung für das Kompetenz- und Talentmanagement.

„WAR FOR TALENTS“:
Für 74,1 % steigert Weiterbildung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber im Kampf um Fachkräfte und Talente.

ARBEITSMOTIVATION:
78,6 % der Studienteilnehmer haben die Erfahrung gemacht, dass betriebliche Weiterbildung die Arbeitsmotivation steigert und Mitarbeiterzufriedenheit erhöht.

PRODUKTIVITÄTSSTEIGERUNG:
Eine der wichtigsten betrieblichen Kennzahlen ist die Produktivität. Laut 73,2 % der Studienteilnehmer steigert Weiterbildung die Produktivität der Mitarbeiter.

Quelle: Benchmarking Studie des eLearning Journals. Digitale Weiterbildung in der DACH-Region 2020