Eintritt in die europäische Gesundheitsunion

Europa steht nach dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs von vergangener Woche vor einem neuen Zeitalter der Zusammenarbeit, analysierte der Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling am Montag bei „ZENO to go“. Zum als „historisch“ bewerteten Gipfel sagt Dettling: „Der Gipfel bedeutet einen Eintritt in die Gesundheitsunion.“

3 Milliarden nur für zertifizierte Krankenhäuser

Erste Details für die Kriterien zur Vergabe der Krankenhausmittel aus dem Konjunkturpaket: Der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschuss, Erwin Rüddel (CDU), will, dass Krankenhäuser die Mittel für digitale Projekte nur dann erhalten, wenn sie dadurch signifikant und zertifiziert ihren Digitalisierungsgrad erhöhen. Er wolle die Gefahr eines Gießkannenprinzips vermeiden, oder dass einfach veraltete Endgeräte mit den Fördermitteln durch neue ausgetauscht werden, sagte Rüddel bei „ZENO to go Special“ am Dienstagvormittag.

FDP fordert deutschlandweite Corona-Klinik-Stresstests

Zur Vorbeugung einer zweiten Corona-Welle sollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Robert-Koch-Institut (RKI) deutschlandweit nach bundeseinheitlichen Kriterien regionale Stresstests für Krankenhäuser und die weiteren Versorgungsstrukturen des Gesundheitswesens veranlassen. Das forderte der FDP-Bundestagsabgeordnete und Professor für Infektiologie, Andrew Ullmann, am Dienstagmittag im Interview mit ZENO to go.

DKG-Präsident contra Minister

Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Fortführung des finanziellen Rettungsschirms für Krankenhäuser stößt auf heftigen Widerstand bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Deren Präsident Dr. Gerald Gaß sagte am Dienstagmittag bei ZENO to go: „Was der Minister vorgelegt hat, ist ein ziemlich komplexes Berechnungssystem. Wir lehnen das ab. Wir haben gezeigt, es geht anders.“

Herzkrankheiten in Corona-Zeiten

Weniger Herzinfarkte, weniger Schlaganfälle: Aus Angst vor einer Corona-Infektion meiden Patienten Krankenhäuser – kostet das Leben? Wie können Krankenhäuser in Zeiten von Covid-19 Vertrauen erhalten und gewinnen? Welche besonderen Risiken haben Patienten mit Herzerkrankungen? Und was können digitale Helfer beitragen, um Patienten per Telemedizin zu beraten, Stichwort Wearables?

Löcher im Säckel der Kassen

Die Corona-Pandemie zeigt sich allmählich auch in den schwindenden Reserven der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es drohten signifikant steigende Beitragssätze, warnte der Vorsitzende der Krankenkasse IKK Südwest, Roland Engehausen, am Mittwoch beim täglichen Webcast ZENO to go.

Antikörpertest auch nicht die Lösung für Corona

Hygieneregeln und persönliche Schutzausrüstung bleiben die entscheidenden Maßnahmen im Kampf gegen den Corona-Virus, insbesondere auch in Krankenhäusern. Der seit einer Woche erhältliche Antikörpertest, mit dem Mitarbeiter und Patienten in Kliniken und Pflegeheimen auf Immunität gegen Covid-19 getestet werden können, ist offenkundig nicht ausreichend zuverlässig. Das machte Prof. Dr. Sebastian Lemmen, Leiter des Zentralbereichs für Krankenhaushygiene und Infektiologie um Universitätsklinikum Aachen, am Mittwochmittag bei ZENO to go deutlich.

Wer zahlt was? Patientensteuerung in der Krise

Der Graben zwischen stationär und ambulant im deutschen Gesundheitswesen ist tief, selbst in der Krise finden sich kaum Brücken. Patienten kommen in Krankenhäuser, um sich auf Corona testen zu lassen, dabei läge das eigentlich in der Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigungen. Oder des öffentlichen Gesundheitsdienstes? Und wer sorgt eigentlich für die leitliniengerechte Behandlung in der Altenpflege?