DKG-Präsident contra Minister

Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Fortführung des finanziellen Rettungsschirms für Krankenhäuser stößt auf heftigen Widerstand bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Deren Präsident Dr. Gerald Gaß sagte am Dienstagmittag bei ZENO to go: „Was der Minister vorgelegt hat, ist ein ziemlich komplexes Berechnungssystem. Wir lehnen das ab. Wir haben gezeigt, es geht anders.“

Herzkrankheiten in Corona-Zeiten

Weniger Herzinfarkte, weniger Schlaganfälle: Aus Angst vor einer Corona-Infektion meiden Patienten Krankenhäuser – kostet das Leben? Wie können Krankenhäuser in Zeiten von Covid-19 Vertrauen erhalten und gewinnen? Welche besonderen Risiken haben Patienten mit Herzerkrankungen? Und was können digitale Helfer beitragen, um Patienten per Telemedizin zu beraten, Stichwort Wearables?

Löcher im Säckel der Kassen

Die Corona-Pandemie zeigt sich allmählich auch in den schwindenden Reserven der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es drohten signifikant steigende Beitragssätze, warnte der Vorsitzende der Krankenkasse IKK Südwest, Roland Engehausen, am Mittwoch beim täglichen Webcast ZENO to go.

Antikörpertest auch nicht die Lösung für Corona

Hygieneregeln und persönliche Schutzausrüstung bleiben die entscheidenden Maßnahmen im Kampf gegen den Corona-Virus, insbesondere auch in Krankenhäusern. Der seit einer Woche erhältliche Antikörpertest, mit dem Mitarbeiter und Patienten in Kliniken und Pflegeheimen auf Immunität gegen Covid-19 getestet werden können, ist offenkundig nicht ausreichend zuverlässig. Das machte Prof. Dr. Sebastian Lemmen, Leiter des Zentralbereichs für Krankenhaushygiene und Infektiologie um Universitätsklinikum Aachen, am Mittwochmittag bei ZENO to go deutlich.

Wer zahlt was? Patientensteuerung in der Krise

Der Graben zwischen stationär und ambulant im deutschen Gesundheitswesen ist tief, selbst in der Krise finden sich kaum Brücken. Patienten kommen in Krankenhäuser, um sich auf Corona testen zu lassen, dabei läge das eigentlich in der Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigungen. Oder des öffentlichen Gesundheitsdienstes? Und wer sorgt eigentlich für die leitliniengerechte Behandlung in der Altenpflege?

Bevor das Material knapp wird – wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Praxen und die Industrie jetzt Nachschub sichern

Schutzmasken sind ein rares Gut. Zwar scheinen Krankenhäuser ihren Bedarf mittlerweile decken zu können, aber Pflegeheime und der ambulante Sektor – Praxen und Pflegedienste – kämpfen um jeden Gesichtsschutz. Und erste Kliniken berichten über einen Mangel an Perfusoren oder Anästhesiemittel. Wie lässt sich das Problem strategisch angehen?

Ruf nach mehr Steuergeldern fürs Gesundheitssystem

Dem Gesundheitsfonds der Krankenkassen drohen möglicherweise schon bald finanzielle Engpässe, wenn die Politik nicht Maßnahmen ergreift. Der Vorsitzende des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Franz Knieps, sagte diese Woche beim Live-Webcast ZENO to Go: „Wir werden in den nächsten zwei bis drei Wochen über Geld sprechen müssen.“

Ruf nach Exitstrategie für das Gesundheitswesen

Freie Betten in Krankenhäusern, um für einen möglichen Ansturm von Corona-Patienten gerüstet zu sein, verschobene elektive Leistungen: Diese Situation muss zeitlich begrenzt sein, darüber herrschte am Mittwochmittag Einigkeit bei „ZENO to Go“ mit Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, und Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS).