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„Die Daseinsvorsorge steht jetzt noch mehr im Vordergrund und das ist eine richtige Entwicklung“

Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der kommunalen München Klinik, berichtet über seine Erfahrungen in der COVID-19-Pandemie. Potenzial sieht er in einer stärkeren Kooperation mit den Münchener Universitätskliniken. Für kleine Landkliniken sieht er als Einzelkämpfer keine Perspektive, selbst dann nicht, wenn sich diese auf die ambulante Versorgung fokussieren.

„Lokaler Tradition verpflichtet“

Die „Power des Konzerns“ gilt es mit jahrhundertealter Tradition vor Ort zu verbinden, sagt Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der evangelischen Agaplesion gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Bei der Digitalisierung sind noch drei von vier Stufen zu erklimmen, erklärt er.

„Einzelhäuser laufen Gefahr, Entwicklungen nicht zeitnah mitzukriegen“

Gerät ein Krankenhaus in finanzielle Schieflage, wird oft zu lange gewartet, bis Führung und Träger das Steuer herumreißen. In Konzernen mit einem internen Consulting sei das anders, sagt Andreas Barthold, Hauptgeschäftsführer der Alexianer. Barthold sieht einen Konzern insbesondere als Plattform für Wissensaustausch. Sollte es den kommunalen Kliniken gelingen, Strukturen unabhängig von Einflüssen der Lokalpolitik zu schaffen, gebe es für die öffentlich-rechtlichen Träger ebenfalls eine gute Zukunft.

Kommunikation als Schlüssel zu einer erfolgreichen Krankenhausfusion

Unfallkrankenhäuser fallen im deutschen Gesundheitswesen etwas aus dem Rahmen: Kostenträger und Eigentümer sind eins, beide Rollen fallen den Berufsgenossenschaften zu. Die haben sich vor knapp zehn Jahren aufgemacht, ihre Häuser in einer Holding zusammenzuführen. Wie ein solch komplexer Vorgang gelingen kann, erklärt Reinhard Nieper, Geschäftsführer der BG Kliniken gGmbH.

„Kleine Häuser – Mehr als Zuarbeiter“

Prof. Dr. Erika Raab hat sich nach Schließungserfahrungen kleiner Häuser bewusst entschieden, ein Krankenhaus zu führen, das einen gescheiterten Fusionsprozess hinter sich hat. In Groß-Gerau hat sie nun ein Insolvenzverfahren hinter sich gelassen. Es hat geholfen, weil sie mit weniger politischem Einfluss ihr Kreiskrankenhaus umbauen konnte. Die Idee eines überregionalen Krankenhauskonzerns sollte verfolgt werden, findet sie.